hallo liebe leser,
nun habe ich es geschafft und ich habe einen job gefunden.
seit 31.03.2009 bin ich im kaufmännischen sektor tätig. das unternehmen beschäftigt sich mit politik, menschenrechtsfragen, usw.
ich bin als rezeptionistin, als vertretung tätig. sprich nur 1x in der woche und ab und zu wenn ich gebraucht werde.
das tätigkeitsfeld beinhaltet klassische backoffice aufgaben.
man glaubt es kaum, aber ich habe eine riesentelefonanlage vor mir stehen, die alle 3-5 min klingelt, was in 8-9h arbeitszeit, im notfall sehr ermüdend nervig sein kann. vor allem weiss man nie wie schlecht oder gut der anrufer gerade drauf ist.
also ich bin telefonistin, oder anders das nette lächeln eines betriebs wenn du reinschlurfst, grimmig schaust. bei mir hat es jeder geschafft bis jetzt, das haus fröhlich beschwingt zu verlasen.
es gibt aber auch menschen, die herummeckern, einfach nur stören, ja dann freundlich zu bleiben hu eine tägliche herausforderung.
manchmal bräuchte ich 6 hände und 6 füsse, gleichzeitig. also das adrenalin steigt manchmal sehr hoch.
vor allem wenn ich einen fehler mache wirkt sich der auf andere mitarbeiter aus, und gerade in dem betrieb darf das nicht passieren.
aber gott sei dank ist mir das noch nie passiert. mein arbeitsumfeld ist sehr nett vorallem sehr tolerant und aufgeschlossen. hoffentlich kann ich mindestens 4-5 jahre oder gar für immer bleiben!!
viele menschen sagen zu mir, und was verdienst?
das ist mir sowas von wurscht, ich bin da, um menschen zu helfen, ich glaube ein jeder behinderter kennt das, diesen kampf um einen job, die überzeugungsarbeit die ich leisten musste, zu zeigen, ich bin behindert, aber ich kann arbeiten!!
als ich nach dem vorstellungsgespräch mit grippalen infekt 39 grad fieber rausging, spürte ich diese offenheit der mitarbeiter im ganzen haus.
zu meiner assistentin sagte ich nach dem vorstellungsgespräch: ich glaub uli, da wirds was in dem haus.
knappe 2 wochen danach wurde ich genommen, ich wurde eingeschult, ja und 2 tage nach der einschulung hiess es alleine arbeiten, mir rann der schweiss runter.
keine 2 wochen später hiess es francesca, eine neue mitarbeiterin, übernimm du die einschulung am empfang. oh mein gott, dachte ich, schaffe ich das?
nun sitzen wir zu zweit am freitag, schupfen die bude, ich mache die spätschicht, meine kollegin, die frühschicht. und nein wir sind kein hotel, auch wenn das oft geglaubt wird:)
seit ich dort arbeite, bin ich eigentlich sehr glücklich, politik ist interessanter geworden, mein ziel und mein traumberuf sind erreicht.
als kind habe ich mir nichts sehnlicher gewünscht als mit menschen zusammenzuarbeiten und ihnen zu helfen. so kann ich mein soziales denken und handeln voll ausnützen. ich mit meinem helfersyndrom!!
das muss ja nichts negatives bedeuten:)
haben sie liebe leser oder du, die ganz persönliche berufung gefunden in form ihres berufs?
ich kann diese frage für mich mit ja beantworten und bin froh, mich dort beworben zu haben!!
man sieht wer kämpft, der kommt an sein ziel!!
so wünsche ich allen meinen lesern ein gutes kämpfen für ihr dein ganz persönliches ziel, es können ja mehrere sein, die nicht sofort erreicht werden müssen oder auch können!!
soweit eure francesca!!
19 Mai, 2009
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