
hallo liebe leser,
hier folgt nun mein 2. teil der brüsselreise, bzw. des taize-treffens in brüssel in form eines reiseberichts.
dienstag, 30.12.08:
7h morgens:
ich muss meine assistenten per handyanruf wecken, da sie sich keinen wecker gestellt haben. wir schlafen gott sei dank nur ein zimmer entfernt.
etwas zerknautscht vom am boden schlafen schlurft neine assistentin in mein zimmer, murmelt irgendwas was einem guten morgen ähnelt.
leider gottes muss ich wie so oft in dieser woche meine assistenten hetzen, ansonsten kommen wir zum morgengebet in unserer gastpfarre zu spät. das morgengebet startet jeden tag um 08:30.
nach dem morgengebet findet eine diskussionsrunde statt, zum thema wie habe ich zum katholischen glauben gefunden.
eine sozialarbeiterin erzählt uns wie sie vom judentum zum katholischen glauben fand, schilderte ihre tätigkeit mit jugendlichen, die auf der straße oder im heim lebten, und fragte wie das sozialnetz in unserer jeweiligen heimat ist, es ist wirklich beeindruckend andere menschen aus anderen nationen kennenzulernen.
12h: wir sind am messegelände angelangt, suchen die halle 3, wo behinderte menschen in ruhe essen können, man muss sich nicht anstellen, die essensausgabe erfolgt rasch.
um 13:15 startet das mittagsgebet in halle 12, wo die polen ösis etc ungebracht sind, um zu beten.
danach hat man die möglichkeit sich workshops anzusehen, ich entscheide mich den klängen der weltchöre zu lauschen aus rom, lateinamerika etc.
16:00 meine assistentin klagt über unpässlichkeit, ich sage ihr sage es rechtzeitig, dann rufe ich meine eltern an, die mir nachgeflogen sind für notfälle. ich wollte es zwar nicht, aber sie ließen sich nicht abbringen, schon in wien nicht.
keine 2h später musste ich handeln, denn meine assi brauchte rasch med. hilfe von außen. ich sah schon kein medikament hilft mehr. meine betreuung ist gefährdet.
ich rief meine eltern an, die nach 1,5 herbeirasten mit brüssels öffis. den rest des abends bin ich auf die hilfe meiner eltern angewiesen.
sie besuchen mit mir das abendgebet um 19h, gehen mit mir essen als trost. das essen in der brüssler innenstadt ist teuer und unsagbar grindig.
meine eltern und ich machen uns sorgen, wie wird der urlaub weitergehen, muss ich zu meinen eltern ins hotel ziehen? ein mann kann mir nur 40% der betreuung übernehmen.
mittwoch 31.12.08:
0:30 meine assistenten kehren zur gastfamilie zurück, dank einer infusion ist meine assi wieder einsatzfähig. wir besprechen den weiteren ablauf der reise. meine eltern sagen ganz einfach klar und deutlich, dass sie mich nicht mehr betreuen werden, denn das ist aufgabe der assis, ein job, für den man sich freiwillig gemeldet hat. also muss ich verantwortung tragen.
am nächsten morgen herrscht etwas dicke luft, was dann geschah schreibe ich beim nächsten eintrag!!
also dann, bis bald,
eure francesca!!
