
hallo liebe leser,
waren sie schon im lande der besten pralinen? nein?
na dann gut koffer packen und ab geht die eisenbahn nach belgien nach brüssel.
denn genau dort hin wollen wir, meine assistenten und ich zum taize-treffen 2008 unter dem motto auf dem pilgerweg des vertrauens auf der erde von brüssel.
nun werde ich meinen reisebericht in tagen niederschreiben:
Vorgeschichte: taize ist ein wunderschönes stiles örtchen im süden frankreichs, wo sich viele gläubige aus europa einfinden um zu beten, oder auch hin pilgern.
der gründer des ökumenischen taize-treffens ist ein mönch namens fere rocher, es kommen immer mehr mönche hinzu, eine glaubensgemeinschaft entsteht. das ist keine sekte, es basiert auf dem ökumenischen glauben. es können alle gläubigen christen daran teilnehmen, egal aus welchem teil europas.
wie kam ich dazu?
vor 3 jahren sprach mich eine malteserin an, sie fährt mit ihrer schwester und ihrem bruder zum taize-tereffen nach zagreb, sie sagte stell dir einfach 50.000 jugendliche vor, die beten und irgendwo in europa leben.
mein gedanke cool, endlich leute zum reden kennenlernen etc. ein welthugendtreffen und der glaube in der mitte, noch dazu über silvester, einfach geil..
die eindrücke waren so toll, dass ich so noch immer ganz genau weiss, wie glücklich ich war soviele nette soziale junge menschen um mich zu haben. mit diesem gedanken fuhr ich heuer auch hin.
wer wissen möchte, wie es 2006 war, der kann gerne in den blogs von 2006 stöbern!!
nun kommen wir wieder zurück zum treffen von 2008, ich verplappere mich schon wieder, sonst fährt uns der zug weg!!
sonntag 28.12. 08:
ich treffe meine assistenten am westbahnhof voll gepackt, alle sind gut drauf , voller erwartungen augeregt.
19:54 der zug soll uns in 9,50 stunden in frankfurt hbf abliefern. wir reisen mit der katholischen jugend oberösterreich, die in linz zusteigt.
22:15: koordinator heinz gesellt sich gleich zu uns, erklärt meinen assis alles über den ablauf des treffens etc. meine assis verkünden lautstark wir sind nicht gläubig, francesca ist unsere chefin, die alles unter dach und fach hat. ich lächle milde...
der koordinator meint legt euch hin, die nacht ist kurz.
ich bitte meine assis um 03:45 aufzustehen, da der zug um 04:56 hält. dass wir genug zeit haben zum aufstehen, 03:45 weckruf.
heinz meint ach es reicht wenn ihr um 06:00 aufsteht, der zug bleibt bis 06:15 stehen. meine assis befolgen nicht meine anweisung. knurr.
04:56 schaffner klopft, mensch wollten sie nich aussteigen, meine assis schlummern, ich brülle, der schaffner die ausstiegshilfe steht bereit, sie blockieren die ausstiege.
meine assis schrecken hoch, helfen mir ins gewand, ich schreie nur mehr anweisungen quer durch den zug. zu allem drum herum, wurde gestohlen auf der fahrt, meiner assi bleibt das herz stehen, gott sei dank nicht uns.
montag: 29.12.08
06:15 wir sitzen im bahnhofscafe, um 07:29 geht der schnellzug nach brüssel midi: ich muss meine assis tretzen rechzeeitig am bansteig zu sein, da der einstiegservice wartet. die zwei assis ruth und julian haben kein zeitgefühl stelle ich fest naja..
07:29: wir sitzen, die landschaft rauscht an uns vorbei, 3,5h nch dann sind wir da!
wir überqueren ganz deutschland.
ich bin putzmunter, schreibe die ganzen stunden in die stundenlisten ein, überlege mir dienstpläne, damit es keine meckereien gibt. ich schaffe es nicht, ich bin nach 1h kaputt.
11:15 brüssel nord, wieso nicht midi? ja am bahnhof nord ist das deutschsprachige taize-komitee näher.
meine assis vezweifeln es gibt keine ausstiegshilfe der ÖBB. nur stufen, holpersteine ein wahnsinn. wir fahren mit der metro richtung simonis, das u-bahn-netz liebe leser entnehmen sie bitte oben.
wir versuchen den anschluss zur gruppe nicht zu verlieren das taize-komitee befindet sich in einer uni von brüssel, ich stelle mich an, um uns anzumelden, mittels dem ländercode, bezahle transport-tickets für 4 tage für 3. personen etc.. die formalitäten sind erledigt. mir ist schummrig von 200 leuten im raum, aber es geht.
wir haben nun die adresse von unserem pfarrgebiet, indem wir einer gastfamilie zugeteilt werden. nun wieder in die u-bahn bis zur station hankar. in den bezirk san gulian, st. julius. hankar und petilion sind die einzigen u-bahn stationen, der linie 1a gelbe linie, die einen aufzug besitzen. von nun an strolchen wir zu dritt durch brüssel. nach 3h suchen kommen wir in der pfarre an.
ein mann, der der beste freund des santa claus ist, auf grund seines barts, stimme etc. begrüßt uns auf franz. und stellt sich als unser gastvater jean vor. gleich fragt er uns, woher wir kommen austria what australia, wir beginnen zu lachen, als ich ihn auf englisch frage, ob er wien kennt, nickt er eifrig und lacht schallend.
gleich darauf kommt seine frau, die auch freundlich lächelt aber sehr reserviert scheint. leider versteht sie kein wort englisch, mit händen und füßen bekommen wir heraus, was beide beruflich machen, nämlich in der seelsorge tätig sein, er diakon, sie seelsorgerin im spital.
um 16:15 kommen wir endgültig zuhause an, 10min fussweg von der pfarre, nicht weit, eine nette wohngegend am rande brüssels 1,5 std. zum messegelände mit der u-bahn, von der u-bahn station petilion bis zur u-bahn station heysel, siehe plan. in heysel ist das messezentrum, wo das eigentlich taize-treffen stattfindet, mit beten workshops etc. das messegelände umfasst 12 hallen, und ist riesig.
als wir zu hause ankommen vergebe ich die gastgeschenke, unsere gastmutter kocht uns was leckeres, wir legen uns schlafen, die letzten 22h waren heavy, ich bin nicht müde, komischerweise, meine assis raunzen, jetzt wird es erst hart, da wir duschen wollen und nicht wissen wie, da man mich leider in die wanne heben musste, da nicht ein griff zum anhalten da ist und ein sessel,zum sitzen nach 45 min suchen findet die gastmutter einen sessel, der hineinpasst. ich beschließe trotzdem okay die wanne sieht mich nicht wieder so schnell, ansonsten ist ruth kaputt, was sie dann auch am nächsten tag war sie war nicht mehr dienstfähig.
um 21h fielen wir ins bett,das abendgebet fand um 19h ohne uns statt. aber ich sagte gleich zu meinen assis morgen 07h weckruf, damit wir das programm durchziehen können in heysel. ein murren raunzen, ich sagte ihr seid auf einer dienstreise, bekommt geld, den romantischen urlaub könnt ihr in wien zu zweit machen, ich bestimme was hier gemacht wird und basta, das ist der sinn von persönlicher assistenz.
dann gab es kein motzen mehr!! außer über den nachtdienst!!
morgen gibt es eine fortsetzung des reiseberichts! es war spannend aufregend etc..
soweit eure francesca:)

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