24 September, 2008

DAS KANN ES NICHT SEIN ODER DOCH?

hallo liebe leser,

nun komme ich endlich dazu neues zu verkünden. nein nicht die frohe botschaft, das überlasse ich einem anderen personenkreis *G*

in jenen tagen schaute ich wieder mal im internet nach einem job, was ja nicht leicht ist.

ich stieß auf ein inserat mit dem wortlaut telefonarbeit, 3 std. 5x die woche. naja mal nicht schlecht. so klickte ich auf den untenstehenden link. die website war meines wissens nicht schlecht gestaltet seriös. so las ich nochmal das jobangebot, nach kurzem überlegen verfasste ich eine bewerbung als call-center agent.

da kommunikation zu meinen stärken zählt sah ich mich als äußerst geeignet.

kaum 24 stunden später bekam ich ein mail, ich solle die dame unter einer handynr. kontaktieren.

es handelte sich um ein unternehmen, welches sicherheitssysteme via telefon verkaufte. auf gut deutsch telefonkeilerei.

so begab ich mich 3 tage später ans andere ende von wien, am rennbahnweg in wien 22.

ich betrat das kleine schmuddelige geschäftslokal. dachte: wo bin ich hier?

sogleich begegnete ich dem chef, der ein organ hatte, dass die wände bebten. die arbeitsräume waren klein staubig, grauenhaft.

meine aufgabe war es für kunden in nö termine zu vereinbaren. ein sicherheitsberater von der firma, für die ich arbeitete solle zu ihnen nach hause kommen, und alarmanlagen montieren oder verkaufen.

der chef stellte sich als dermaßen unangenehmer falscher arschkriecher heraus, der mit unseriösen mitteln arbeitete.

am tag der vorstellung bekam ich eine 5 stündige einschulung, einen telefonleitfaden in die hand gedrückt, den hieß es zu lernen.

der chef stellte keinerlei fragen zu meinen unterlagen, nur wann können sie beginnen??

so willigte ich ein, die spätschicht von 17h-20h zu machen für 5 euro die stunde. da mir geld nicht wichtig ist, stellte ich mich den herausforderungen eines call-center agent, ein versuch ist es wert oder nicht??

am montag begann meine 1. spätschicht mit null terminvereinbarungen, der chef meckerte schon an meiner sprechtaktik, sie sprechen zu zittrig zu schnell etc. flott einen termin.

der druck war ein wahnsinn, in 30 min tätigte ich 35 anrufe, resultat aufgelegt kein interesse, hama schon?

der chef immer grantiger, ich mittlerweile ganz klein, ja ich zwinge keinen etwas zu kaufen, ich krieche den personen nicht in den arsch, so wie mein chef, schleime nicht.

dienstag: spätschicht: die 1. schicht machte eine frau von 14-17h!!

ich hatte wieder keinen terminn vereinbart, aber nicht meine schuld, die leute wollen nicht gestört werden.

frustriert ging ich heim. der chef grinste blöde, kommen sie morgen wieder. meine assistentin schaute mich an.

zum abschluss des tages: meine frage wann meldet mich der typ an. er gab keine antwort.

am nächsten tag 14:55!! ich war schon voll nervös, in 2h sehe ich wieder den typ.

es klingelte mein handy !! endlich rief mich der typ an, ich brauche gar nicht kommen. juhu der job ist vorbei!!

enttäuscht war ich nicht, da ich nicht schwarz arbeite. ich lasse mich von niemandem mehr ausnützen. das habe ich mit meinem gesundheitszustand nicht nötig. der staat hat mich eh als erwerbsunfähig eingestuft, also wozu?

ich bin gerne bereit zu arbeitem aber nicht unter solchen bedingungen.

der staat soll arbeitsplätze schaffen, und nicht die behinderten verstecken, in projekten behindertenwerkstätten.

und die unternehmen sollen aufwachen, es gibt körperbehinderte jugendliche, die genug qualifiziert sind, um im büro telefonzentrale tätig zu sein, nicht alle aber viele.

die unternehmen haben angst vor mir als behinderter mensch, mehr dass ich ihnen meine leistung gebe kann ich auch nicht.

wenn das so weitergeht, sehe ich für mich keine chance am arbeitsmarkt!!

dann bleibe ich lieber zuhause fahre auf kur, bekomme mein geld, und somit haben beide seiten einen frieden.

offiziell bin ich eh erwerbsunfähig laut amt, aber ich werde weiter kämpfen, dass ich meine position in der gesellschaft habe!!

soweit so gut !!

bis bald,

francesca!!