26 Jänner, 2008

STEP BY STEP

hallo leute!!

ich habe gerade untenstehenden artikel gefunden, den ich gerne online stellen möchte. schön langsam aber sicher tut unsere politik auch was für behinderte bürger/innen. Persönliche assistenz wird bekannt!! wir sind am richtigen weg!!

eure francesca!!




Text: GRÜNE ·24. Jänner 2008 23:44 Uhr

Rechtsanspruch auf persönliche Assistenz von Menschen mit Behinderungen auf Bundesebene

Die Sprecherin der Grünen für Menschen mit Behinderungen, Theresia Haidlmayr, hat sich für einen Rechtsanspruch auf persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderungen ausgesprochen.

Bild: Theresia Haidlmayr. Bildquelle: Markus Ladstätter

Der Unterschied zu Hilfsangeboten wie z. B. sozialen Diensten bestünde darin, dass bei der Assistenz die Initiative vom Behinderten ausgehen würde, so Haidlmayr bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Viele Menschen mit Behinderungen würden keine Pflege benötigen, sondern persönliche Assistenz: "Der mobile Pflegedienst sagt mir, was er tun kann. Bei persönlicher Assistenz sage ich, welche Arbeiten erledigt gehören: Gib mir zwei Löffel Salz ins Gulasch - und wenn das zu viel war, dann bin ich dafür selbst verantwortlich", so Haidlmayr. Die "Fachqualifikation" habe der persönliche Assistent durch "meine eigene Einschulung bekommen."

Assistenzsicherungsgesetz

In Schweden gebe es bereits seit Jahren ein Assistenzsicherungsgesetz. In Österreich sei Assistenz am Arbeitsplatz bundeseinheitlich geregelt und würde aus dem Budget und dem Ausgleichstaxfonds finanziert - persönliche Assistenz für andere Lebensbereiche sei Ländersache. Das führe zu unterschiedliche Regelungen in Österreich und es gebe auch keinen Rechtsanspruch, erklärte Haidlmayr.

In einigen Bundesländern wie z. B. Wien, Oberösterreich und der Steiermark seien Assistenzgenossenschaften gegründet worden: "Wir brauchen den Aufbau von Assistenzgenossenschaften in ganz Österreich." In Wien soll nach zweijährigem Modellversuch ab 1. April die sogenannte Pflegegeldergänzungsleistung in Kraft treten - diese gelte allerdings nur mit Einschränkungen, sagte Haidlmayr.

Kompetenzen für Pfleger ausweiten

Wie viele Menschen eine gesetzliche Verankerung von persönlicher Assistenz für Behinderte betreffen würde, sei ungewiss wegen der "unsichtbaren Behinderten, die jetzt nicht aus der Wohnung kommen und keinen sozialen Kontakt haben", erklärte die Sprecherin. In der 24-Stunden-Pflege müssten die Kompetenzen für Pfleger ausgeweitet werden: "Die Person darf die Tabletten herrichten, aber nicht geben. Das ist ein Witz."

"Freikaufen" von Einstellungspflicht abschaffen

Auch am Arbeitsplatz sei die Situation für Menschen mit Behinderung nicht besser geworden: Das "Freikaufen" von der Einstellungspflicht von Menschen mit Behinderungen müsse abgeschafft werden, forderte Haidlmayr.

24 Jänner, 2008

EINE PERSON, die mir aus der Seele spricht!!

Text: ÖVP ·24. Jänner 2008 14:36 Uhr

Huainigg: Persönliche Assistenten sind keine Menschen von der Straße!

Anleitung, Überprüfung der Fertigkeiten und begleitende Qualitätskontrolle machen den Unterschied

Bild: Franz-Joseph Huainigg. Bildquelle: Markus Ladstätter

ÖVP-Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg nimmt Stellung zur Aussage der Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes Ursula Frohner, dass Pflegetätigkeiten nicht durch eingeschulte AssistentInnen durchgeführt werden dürfen, sondern Fachkräften und pflegenden Angehörigen vorbehalten sind: "Das Kathetherisieren oder Absaugen meiner Atemkanüle überlasse ich sicherlich nicht irgendwelchen Leuten von der Straße", so Huainigg heute, Donnerstag, über seine Lebenssituation mit Persönlichen AssistentInnen. Der Sprecher für Menschen mit Behinderung im ÖVP-Parlamentsklub fordert Rahmenbedingungen wie eine fachliche Anleitung und Begleitung sowie eine Überprüfung der Fertigkeiten der persönlichen AssistentInnen.

"Berufsständische Überlegungen dürfen nicht über den Interessen pflegebedürftiger Menschen stehen. Was pflegenden Angehörigen zugetraut wird, sollten auch Persönliche Assistentinnen oder Betreuer/innen machen dürfen", erklärte Huainigg und ergänzte: "Wir müssen lernen, zwischen abstrakten Kompetenzen und jenen, die für eine ganz bestimmte Person erworben werden müssen, zu unterscheiden."

Dass es berufsständische Interessen sind, die eine flexiblere Handhabung der Pflegetätigkeiten verhindern, steht für Huainigg fest: "Dies ist schon aus der Tatsache ersichtlich, dass sogar auch pflegende Angehörige nur dann medizinnahe Tätigkeiten ausführen dürfen, solange sie dafür nicht bezahlt werden."

Er fordert ein Modell der "Zertifizierten Assistenz". Dieses soll Betreuungskräften oder persönlichen Assistentinnen ermöglichen, auf die individuellen Bedürfnisse der zu pflegenden Person durch Fachkräfte eingeschult und begleitet zu werden. "Ein solches Modell würde eine flexible Pflegeleistung auf qualitativ hohem Niveau sichern."

Frohners Forderung, Pflegetätigkeiten ausschließlich in der Hand von Fachkräften zu belassen, kann Huainigg nicht nachvollziehen: "In meinem Fall würde das bedeuten, dass rund um die Uhr eine Intensivkrankenschwester zur Verfügung stehen müsste - für den Fall, dass die Atemkanüle meines Beatmungsgerätes irgendwann einmal verstopft. Abgesehen davon, dass sich die diplomierte Fachkraft in der Wartezeit langweilen würde und sie nicht notwendige Tätigkeiten wie ein Diktat abtippen, einen Geschirrspüler ausräumen oder Essen zubereiten übernehmen würde, wäre der finanzielle Aufwand dafür enorm, nicht gerechtfertigt und nicht sinnvoll."

"Das von mir vorgeschlagene Modell stellt fachkundige Anleitung, Überprüfung der Fähigkeiten und Qualitätskontrolle in den Mittelpunkt", sagte Huainigg und erläuterte die Grundprinzipien "zertifizierter Assistenz": Diese soll Betreuer/innen und AssistentInnen ermöglichen, punktuelle Pflegetätigkeiten auszuüben, die auf die individuellen Bedürfnisse des Betroffenen abgestimmt sind. Ein zentraler Aspekt dabei ist, dass die Betreuer/innen von Fachkräften eingeschult werden und ihre Fähigkeiten einer regelmäßigen Begleitung unterworfen sind. Ihre Berechtigung, die Pflegetätigkeit auszuüben, erlischt mit Ende der Betreuung einer behinderten Person."

"Letztlich geht es um die Würde des Einzelnen. Ein Leben zuhause, in gewohnter Umgebung

muss auch für Menschen mit komplexer Behinderung möglich sein", so Huainigg abschließend.


mein persönlicher Senf zu dem ARTIKEL: PFLEGEKRÄFTE ERSETZEN NIE EINEN PERSÖNLICHEN ASSISTENTEN!! DENN NUR PERSÖNLICHE ASSISTENZ ERMÖGLICHT EINEM BEHINDERTEN MENSCHEN EIN SEHR INDIVIDUELLES LEBEN IN ALLEN BEREICHEN: BERUF PRIVAT UND FREIZEIT!!

NICHT NUR ANGEHÖRIGE KÖNNEN PFLEGEN SONDERN AUCH ANDERE MENSCHEN, WENN ICH IHNEN ALS BEHINDERTE PERSON DIE ANLEITUNG ZUM PFLEGEN GEBE!!

MEIN GEDANKE, MEHR PERSÖNLICHE ASSISTENZ, STATT MOBILE
HAUSKRANKENPFLEGE!! DURCH PA KANN ICH BESTIMMEN WER WAS WANN MACHT AN MEINEM KÖRPER!!

PA STECKT NOCH IN DEN KINDERSCHUHEN, aber ich denke, wir sind am richtigen WEG!!

bis bald, liebe grüße, francesca!!

12 Jänner, 2008

PA WORKSHOP

hallo leute,


nach langer zeit komme ich wieder dazu etwas zu posten.

ich wünsche allen lesern wenn auch verspätet ein gutes neues jahr 2008.

ich möchte euch ein bisschen vom heutigen assistenzworkshop der wiener assistenzgenossenschaft berichten.

ich nehme seit oktober 2007 PAA (siehe letzter eintrag.in anspruch über die
wiener assistenzgenossenschaft.

als kunde der WAG bin ich verpflichtet ein seminar aus acht blöcken zu besuchen. nein ich mache es freiwillig, da mich die themen rund um PA alle interessieren.

das seminar trägt den titel managen will gelernt sein.

gestern und heute beschäftigten wir uns mit dem thema PA (persönliche assistenz), und privatsphäre im urlaub als liebende, in beziehungen etc..

ein wichtiger punkt war auch: umgang mit den konflikten, die mit deinem assis entstehen können.

  • wie sage ich meinem assistenten/in wenn ich mit ihm nicht zufrieden bin, weil er ständig zu spät kommt?
  • was mache ich wenn mein assis nicht meine arbeitsanweisung so ausführt, wie ich es als behinderte person benötige?
  • wie stelle ich meinen assis in der öffentlichkeit vor?
  • wie soll ich mit der assis umgehen, wenn ich ein date habe, und ich brauche sie, weil ich 24h betreuung brauche?
  • assis liebe und sex?? wo sage ich halt, das ist mein privatleben, finger weg. jetzt nicht.
vielleicht sollte ich mal erklären, was pers. assistenz ausmacht:

die PA ersetzt einen angehörigen eines behinderten menschen.

durch folgende aufgaben:

am arbeitsplatz, lochen heften abholen und hinbringen. Basic needs WC gehen essen eingeben (füttern) oder auch kommunikationshilfestellungen geben, durch telefonhörer halten.


in der freizeit: begleiten zu events.

im haushalt: kochen wohnung in ordnung halten, kinder beaufsichtigen, arztbesuche erledigen mit der kundin.

wie ihr seht umfasst PA alle lebensbereiche, und ich kann leben so wie ich es will.

was sollte eine PA mitbringen:

  • einfühlungsvermögen
  • soziales denken
  • seelische und körperliche belastbarkeit
  • hohes maß an hilfsbereitschaft
  • teamfähigkeit
  • rasches handeln nach anweisung des kunden
  • hohe kommunikationsbereitschaft
  • pünktlichkeit GANZ WICHTIG
  • gewohnt sein sich zurückzunehmen GANZ WICHTIG
die PA ist nur ausführungsorgan des kunden durch ihre Füße hände, augen oder auch sprache, z.b. bei blinden personen.

als arbeitgeber für die PA muss ich meine unterstützung klar definieren können. genaue anleitung geben. z.B: ich möchte bitte den tee mit strohhalm trinken, halte mir das glas.

ein PA hat nicht das recht zu sagen: wieso kannst du das nicht? ich muss mich als behinderter mensch nicht rechtfertigen, wieso genau da die assis benötigt wird.

die anleitungskompetenz bleibt bei mir, ich bestimme wann wo was genau geschieht.

so gibt man dem menschen die chance mit behinderung zu leben, egal wie schwer.
meine assis mussten ja auch ein casting über sich ergehen lassen, aber ich bin stolz auf meine braven assis mädels.

der workshop wurde von behinderten menschen geführt und ist zum austausch gedacht. die trainer kamen aus münchen. es basiert alles auf dem peer group system.

in 2 wochen folgt der nächste workshop.

berichte euch dann, wies war:-)

liebe grüße,

eure francesca!!