25 Dezember, 2008

FROHE FESTTAGE 2008





Liebe Leser,


Ein Frohes und besinnliches Weihnachtsfest wünscht Euch
Francesca!




GESCHAFFT EIN STÜCK WEITER gekommem


hallo liebe leser,

lang ist es her, dass ich was geschrieben habe, der weihnachtsrmmel ist vorbei, schade eigentlich:)

aja worüber ich berichten wollte, genau über meinen kurs zum office assistant vom 20.10.08-05.12.08 am BFI-Wien.

ja mit großer freude darf ich hier kundtun, dass ich die abschlussprüfung zum office assistant im rahmen von 120 unterrichtsseinheiten mit sehr gutem erfolg absolviert habe.

ein sehr guter erfolg entspricht einem sehr gut in den prüfungsfächern (BWL, BO büroorganisation und bürokommunikation.)

der kurs war für mich eine auffrischung meiner bereits vorhandenen bürokenntnisse und vor allem ging es mir um einen anerkannten abschluss, ein BFI-Zeugnis.

die sechs wochen harte arbeit zahlten sich aus!!

nun strebe ich die ausbildung zur med. verwaltungsassistentin an, wo ich am 10.03. zum aufnahmetest antreten werde, jetzt fehlt mir nicht mehr soviel, um meinen kindheitstraum verwirklichen zu können.

auf anfrage könnt ihr gerne mein zeugnis anschauen!!

so habe ich es geschafft und bin einen schritt weiter gekommen:)


also alles liebe,

eure francesca!!

23 November, 2008

ES GLITZERT ES TUSST UND SCHIMMERT


hallo liebe leser,

gestern war ich in zum ersten mal bei einer pierre-lang schmuckparty, einer verkaufsparty. veranstaltet von einer bekannten.

die beraterin der firma pierre lang stellte ihre neue kollektion vor. es schimmerte glitzerte. nebenbei hat es auch ein wenig getusst, aber sonst war es sehr nett. es bestan
d ja kein kaufzwang gott sei dank, unter 38 laden an schmuck konnte man sich schwer entscheiden.

ich entschied mich dann für ein paar schlichte blaue ohrringe, da mir blau am besten steht.
aber die preise sind ein wahnsinn, aber es besteht eine dermaßen starke suchtgefahr, typisch frau..

vielleicht kaufe ich mir das komplette set, wenn das budget reicht.

auf jeden fall freue ich mich auf die nächste schmuckparty mit mir als gastgeberin?? mal gucken, dann bekommt man ein gastgeschenk, und punkte..

auf jeden fall war es ein schöner frauennachmittag!! *G*

ich sage euch tupperware- partys sind auch nicht schlecht, aber nicht so interessant und die beratung nicht so gut!!

in diesem sinne ein schönes wochenende noch!!

liebe grüße, francesca!!


07 November, 2008

Neues Fahrgefühl


hallo liebe leser,

seit den letzten tagen hat sich einiges bei mir getan.

ich habe mir lange überlegt, ob ich einen elektrorollstuhl haben möchte, nun besitze ich einen flotten wendigen "lehnstuhl".


das modell von otto-bock, b-600 eignet sich für menschen mit spastischer cerebralparese, wie in meinem fall.

ich habe mir einige sonderanfertigungen machen lassen, eine sitzkantelung von 30 grad, damit meine wirbelsäule entlastet ist, dies ist über knopfdruck am bedienpult regulierbar, sitzfläche neigt sich. hubfunktion: sitzfläche wird mittels gasdruckfeder in die höhe gefahren, ebenfalls regulierbar über den joystick, so kann ich auch sachen von oben holen, regal etc.

weiters verfügt der rollstuhl über 4 gänge, er kann 35km insgesamt fahren, 6km/h pro stunde.

leider wurde mir auch ein steckkkeil verordnet, ein keil, der die spreizung der beine unterstützt, da ich unter einem windschlagsyndrom leide, d.h. die adduktoren, gewisse muselpartie im oberschenkel zieht nach links, welches eine kettenreaktion auslöst, und sich gleich mein oberkörper mit hineinhängt, folgeproblem wirbelsäulenverkrümmung, aber mit hilfsmitteln kann man das gut ausgleichen.

was noch wichtig ist ist der joystick in meinem fall, ein softball, kugelförmig weich, und groß. es gibt jeder art von joystick kinn, saug-blas oder fuß. ich benötige den softball, damit ich meine ganze hand darauf ablegen kann, je kleiner, desto mehr spastik in den fingern.

gestern fetzte ich schon durch favoriten, meine mutter musste schon laufen, damit sie nachkam, das nächste mal benötigt sie ein 3m lasso, um mich einzufangen.

man sieht wieder lebensqualität steigt, wenn die richtigen hilfsmitteln.


auch lust bekommen es auszuprobieren?? dann eine gratis probefahrt, kostenpunkt so teuer wie ein gebrauchtwagen.

also bis bald,

liebe grüße, francesca!

25 Oktober, 2008

Alt und jung

hallo liebe leser,

bevor ich diesen tag beende möchte ich noch die erlebten dinge des heutigen tages niederschreiben.

eine familie hat jeder von uns, egal, ob es nur papa mama geschwister sind, manche menschen haben aber auch gar keine, was ja wirklich weh tut zu hören, zu sehen. manche haben aber auch schon ihre eigene große oder auch kleine familie.

für mich persönlich hat familie folgende gedanken:

verantwortung, erziehung gemeinschaft liebe prinzipien traditionen kinder vorleben auch glauben etc.


die jugendleitung meiner heimpfarre machte sich auch gedanken, über die verschiedenen generationen in der pfarrgemeinde und lud zum nachmittag für alt und jung ein.

es fehlte keiner vom säugling bis zur pensionistin war jeder da pfarrer pastoralassistent firmling kommunionskind etc.

wir starteten den nachmittag mit namenschilder basteln, danach folgten kennen-lernspiele activity. das leibliche wohl durfte nicht fehlen.

was ich persönlich interessant fand war die dynamik dieser veranstaltung, zuerst war jeder verhalten leise, aber mit der zeit entwickelten sich gespräche mit jeder generation, ein buntes treiben herrschte im raum, gemeinschaft entstand.

alle ließen sich auf das programm ein, egal ob baby mama papa pfarrer etc.

am besten fand ich als uns folgende aufgabe gestellt wurde:

man sollte aus einem stück ton eine kugel formen, diese kugeln wurden im kreis weitergereicht, am ende sollte jeder seine eigene kugel wieder haben, schwierige aufgabe.

die reaktionen die ich beobachtete waren folgende:
manche ließen sich voll auf das projekt ein, andere verloren die nerven, schimpften, kinder begannen schon zu formen, andere schupften den ton von einer hand in die andere, naja coole entwicklung.

nun 2. aufgabe: aus dem erhaltenen stück ton egal ob dein eigenes oder ein fremdes, sollte etwas persönliches geformt werden, ein kreuz eine kerze, wie man sich gerade fühlt, man merkte, die leute wurden ruhiger nur die finger hände werkten. nun konnte man sein gebilde in die mitte legen.

am ende des nachmittags gab es noch eine messe= vorabendmesse, wo wir das geformte vor den altar legten, man spürte durch diese figuren die gemeinschaft, egal wie alt du bist, jeder ist einzigartig, jeder hat dazu beigetragen, um dieses projekt zu verwirklichen.

ich glaube, das hat unserer pfarrgemeinde gefehlt, das auf einander zugehen zwischen zig generationen. es ist gelungen.

gemeinschaft wärme wird spürbar, der herr entfacht das feuer in uns, hier noch ein paar stichwörter aus einem lied herr du bist mein rückenwind, mein favourite:

du bist der herr der mein haupt erhebt, du bist die kraft die mein herz beleb, du bist die stimme die mich ruft du gibst mir rückenwind, refrain. natürlich mit bewegungen ist das super, kinder waren begeistert.

bei diesem lied spürt man, man ist nicht allein, denn es gibt jemanden, der da ist, der herr der mein haupt erhebt, wenns echt grausig wird, der wind des herrn weht in meinem leben, manchmal sanft wie eine brise, manchmal orkanartig.

es war wieder ein schöner nachmittag, mit guten begegnungen und erinnerungen.

in diesem sinne, wünsche ich euch liebe leser viele schöne begegnungen in eurem ganz persönlichen leben. geht eure wege nicht oft alleine, sondern mit menschen, die ihr schätzt mögt liebt etc.

bis bald, liebe grüße, francesca!!

p.S: ich erwähnte den aspekt familie deshalb, weil viele jungfamilien in unserer pfarre sind, und ich das sehr wichtig finde, denn heute ist familie gründen was abartiges, laut gesprächen, die ich in der bim kaufhaus, egal wo mitbekomme.

meine meinung: familie gründen ist das größte geschenk, und es fördert das sozialverhalten der jenigen personen, man lernt umzudenken wird sensibler, alle unsere sinne werden gefordert, augen ohren nase schmecken, tasten.

11 Oktober, 2008

NEUSTART

hallo liebe leser,

nach einiger zeit komme ich wieder zum posten.

die letzten tage und woche waren doch etwas sehr stressig mit assistentensuche berufsfindung usw.

ja neustart, dieses thema kommt immer häufiger in den medien vor, prominente wagen einen neustart, so auch ich.

ich glaube wir stehen oft vor großen als auch kleinen entscheidungen in unserem leben, wissen aber nicht, wie wir diese bewältigen sollen. welche mittel, menschen gibt es es die mir helfen können, das richtige zu tun??

genau diese frage stellte ich mir, als ich am 12.09. meinen letzten kurs beendete. es gab schon viele vorschläge, was ich nachher machen könnte, aber all das stieß mir sauer auf, und führte zu keinem ziel, das ich ganz persönlich erreichen möchte.

so habe ich mich zwar für den schwierigsten weg entschieden, aber ich habe das richtige getan.

ab 20.10. werde ich eine kurzausbildung zum office assistant machen am bfi-wien, dauer 6 wochen, mit abschlussprüfung etc. gleichzusetzen mit lehrabschluss fachprüfung für kaufmännische berufe.

nach dem motto christina stürmers kann das wirklich alles sein? sage ich nein, möchte ja noch 2 mdizinische ausbildungen absolvieren, med. verwaltungsassistentin und ordinationsgehilfin, ist nur fraglich, ob sie mich zulassen vom gesundheitszustand.

aber wollen wir mal den teufesl nicht an die wand malen. step by step.

ich bin schon sehr gespannt, wie der kurs wird. der aufnahmetest war ja nicht so schwer, nur rechtschreibtest, den habe ich in 30min zeitvorgabe geschafft, was eh schon ein wunder ist.

also treffen wir unsere entscheidungen, sagen wir wann wir hilfe brauchen und wollen.

aber die alleinige entscheidung liegt bei uns selbst.

soweit meine news!!

liebe grüße, francesca!!

24 September, 2008

DAS KANN ES NICHT SEIN ODER DOCH?

hallo liebe leser,

nun komme ich endlich dazu neues zu verkünden. nein nicht die frohe botschaft, das überlasse ich einem anderen personenkreis *G*

in jenen tagen schaute ich wieder mal im internet nach einem job, was ja nicht leicht ist.

ich stieß auf ein inserat mit dem wortlaut telefonarbeit, 3 std. 5x die woche. naja mal nicht schlecht. so klickte ich auf den untenstehenden link. die website war meines wissens nicht schlecht gestaltet seriös. so las ich nochmal das jobangebot, nach kurzem überlegen verfasste ich eine bewerbung als call-center agent.

da kommunikation zu meinen stärken zählt sah ich mich als äußerst geeignet.

kaum 24 stunden später bekam ich ein mail, ich solle die dame unter einer handynr. kontaktieren.

es handelte sich um ein unternehmen, welches sicherheitssysteme via telefon verkaufte. auf gut deutsch telefonkeilerei.

so begab ich mich 3 tage später ans andere ende von wien, am rennbahnweg in wien 22.

ich betrat das kleine schmuddelige geschäftslokal. dachte: wo bin ich hier?

sogleich begegnete ich dem chef, der ein organ hatte, dass die wände bebten. die arbeitsräume waren klein staubig, grauenhaft.

meine aufgabe war es für kunden in nö termine zu vereinbaren. ein sicherheitsberater von der firma, für die ich arbeitete solle zu ihnen nach hause kommen, und alarmanlagen montieren oder verkaufen.

der chef stellte sich als dermaßen unangenehmer falscher arschkriecher heraus, der mit unseriösen mitteln arbeitete.

am tag der vorstellung bekam ich eine 5 stündige einschulung, einen telefonleitfaden in die hand gedrückt, den hieß es zu lernen.

der chef stellte keinerlei fragen zu meinen unterlagen, nur wann können sie beginnen??

so willigte ich ein, die spätschicht von 17h-20h zu machen für 5 euro die stunde. da mir geld nicht wichtig ist, stellte ich mich den herausforderungen eines call-center agent, ein versuch ist es wert oder nicht??

am montag begann meine 1. spätschicht mit null terminvereinbarungen, der chef meckerte schon an meiner sprechtaktik, sie sprechen zu zittrig zu schnell etc. flott einen termin.

der druck war ein wahnsinn, in 30 min tätigte ich 35 anrufe, resultat aufgelegt kein interesse, hama schon?

der chef immer grantiger, ich mittlerweile ganz klein, ja ich zwinge keinen etwas zu kaufen, ich krieche den personen nicht in den arsch, so wie mein chef, schleime nicht.

dienstag: spätschicht: die 1. schicht machte eine frau von 14-17h!!

ich hatte wieder keinen terminn vereinbart, aber nicht meine schuld, die leute wollen nicht gestört werden.

frustriert ging ich heim. der chef grinste blöde, kommen sie morgen wieder. meine assistentin schaute mich an.

zum abschluss des tages: meine frage wann meldet mich der typ an. er gab keine antwort.

am nächsten tag 14:55!! ich war schon voll nervös, in 2h sehe ich wieder den typ.

es klingelte mein handy !! endlich rief mich der typ an, ich brauche gar nicht kommen. juhu der job ist vorbei!!

enttäuscht war ich nicht, da ich nicht schwarz arbeite. ich lasse mich von niemandem mehr ausnützen. das habe ich mit meinem gesundheitszustand nicht nötig. der staat hat mich eh als erwerbsunfähig eingestuft, also wozu?

ich bin gerne bereit zu arbeitem aber nicht unter solchen bedingungen.

der staat soll arbeitsplätze schaffen, und nicht die behinderten verstecken, in projekten behindertenwerkstätten.

und die unternehmen sollen aufwachen, es gibt körperbehinderte jugendliche, die genug qualifiziert sind, um im büro telefonzentrale tätig zu sein, nicht alle aber viele.

die unternehmen haben angst vor mir als behinderter mensch, mehr dass ich ihnen meine leistung gebe kann ich auch nicht.

wenn das so weitergeht, sehe ich für mich keine chance am arbeitsmarkt!!

dann bleibe ich lieber zuhause fahre auf kur, bekomme mein geld, und somit haben beide seiten einen frieden.

offiziell bin ich eh erwerbsunfähig laut amt, aber ich werde weiter kämpfen, dass ich meine position in der gesellschaft habe!!

soweit so gut !!

bis bald,

francesca!!

07 September, 2008

DIE INSEL

hi liebe leser,

ich schreibe nicht von einer urlaubsinsel, wie kreta mallorca etc,
sondern vom donauinselfest 2008.

nach langen diskussionen mit meinen 5 assistenten ging ich dann doch aufs donauinselfest, allerdings mit einer vertetungsassistentin, die sich wacker geschlagen hat. meine anderen 5 assistenten haben sich schlicht und einfach geweigert. naja etwas grantig war ich schon, aber es fand sich ja eine lösung.

nachdem der workshop in der wiener assistentzgenossenschaft aus war, fuhr ich mit assistentin nina zum fest. bei nacht hat die donauinsel ein eigenes flair, welches mich an urlaub erinnert,

wir wurden von menschenmassen zur Ö3-bühne gezogen, wo die gruppe wir sind helden um 22h auftrat. die gruppe kommt aus hannover und spielt deutschen rock. leider konnte ich nicht ganz vor die bühne, so wie die letzten jahre, was zur folge hatte, dass ich nur aufgetusste weiber, besser gesagt, deren hinterteil sah, ab und zu ein kurzer blick auf den schlagzeuger, der sein bestes gab.

es war schon toll, dabei gewesen zu sein, die musik gehört ja zu meinen favourits, rockig gut und fetzig. besser auf der insel, als im CD-Player *G* LIVE IST LIVE!!

gegen 23:30 war es aus, mittlerweile zapenduster, leute bladlwach, am liebsten hätten sie auf meinem schoß platz genommen. aber durch mein resches brüllen, achtung rollstuhlfahrer machen sie platz, kam ich durch, ich bat nina, die führung zu übernehmen, weil ich schon sehr panik hatte, die leute rennen mich nieder.

am handelskai war der lift kaputt, toll. aber 2 mädels haben dann doch mitgeholfen, nina hat ja schon erfahrung als PA, also konnte ich ihr vertrauen, dass sie meinen rollstuhl mit mir drin in die richtigen hände gibt.

am bahnsteig angekommen gab es ordnungskräfte, der wiener linien, also konnte ich getrost in die u-bahn steigen.

in der gumpendorfer straße erwischten wir die letzte bim, richtung simmering. gott sei dank!!

gegen 01:00 ging ninas dienst zu ende, und ich fiel müde aber ganz zufrieden ins bett.

da sieht man wieder: persönliche assistenz ist die einzige lösung für mich, um meinen hobbies interessen nachzugehen, ohne von angehörigen betreuern abhängig zu sein.

ich brauche kein schlechtes gewissen zu haben, warum ich das machen will, diese aktivität, weil PA verdient geld meine mutter nicht, wenn sie mich begleitet.

also ich bin ganz happy peppi!!

bis bald, liebe grüße,

francesca!


16 August, 2008

23 jahre später

hallo liebe leser,

heute genau vor 14 tagen, also am 02.aug. feierte ich meinen 23. geburtstag.

ich erlaube mir daraüber zu schreiben.

am 02. august 1985 erblickte ich um 12:57 pünktlich zum spitalsmittagsessen das licht der welt. ich wurde im alten akh 2. universitätsfrauenklinik geboren, genau eine minute später kam meine kleine schwester carmelina.

ich wog 1,46 kg und war 41 cm klein oder groß, je nachdem wie man es sehen möchte. für einen säugling der in der 31. woche geholt werden musste, war ich recht kräftig. meine schwester hingegen sehr zart. unser eigentlicher geburtstermin wäre am 05.10, gewesen. aber wir wollten immer schon früher raus.

natürlich mussten wir in den brutkasten, dort drin wars sicher voll heiß. meine mutter meint dann immer, wenn meine schwester und ich streiten, kinder ihr seids keine zwillinge, so wie ihr euch aufführt, ihr seids doch zwillinge führt euch dementsprechend auf, euch hanbens den brutkasten zu heiß aufgedreht.

ja wir sind tatsächlich zweieiige twins.

nach 2 monaten im brutkasten lernte ich meine eltern elisabeth und mario kennen, endlich heimkommen. meine atmung war normal, also das ärgste war vorbei. ich konnte endlich selbstständig atmen.

im november kam meine schwester heim. der zwillingswahnsinn begann laut meinen eltern.

kaum ein jahr später meine schester saß bereits frei und ich lag brettelsteif am boden. meine eltern wunderten sich sicher, warum wieso. also gingen wir zum arzt. der sagte ja spastische cerebralparese passiert bei der geburt durch sauerstoffmangel.das war bestimmt ein schock. botschaft: ihr kind wird nie gehen können alleine bzw. stehen. aber trotzdem recht wif, das merkt man schon.

mit 2 jahren war ich schon eine kleine plaudertasche, mit 3 jahren konnte mich keiner mehr stoppen, ich redete schon viel zu viel mit erwachsenen, gleichaltrige interessierten mich die bohne.

die laufenden jahre wurde ich oft getragen, aber mit 8 jahren war ich zu schwer, kind du musst gehen und stehen lernen, so meine eltern. ich begann zu trainieren mit 8,5 jahren machte ich meine ersten schritte mittels gehhilfe. tausend therapeuten umkreisten mich, blickten skeptisch. es war ein hartes stück arbeit. sie meinten auch ich solle jetzt frei stehen probieren, ich bekam schon panik, gott hilf mir, hoffentlich hauts mich mich nicht hin.

jetzt 23 jahre danach würde ich mein leben als relativ gelungen bezeichnen, außer das mit meiner behinderung, aber shit happens. ich kann gott sei dank reden, gott schenkte mir intelligenz, und ich kann artikulieren was ich will. der spasmus ruinierte nicht meine sprache und mein wissen. es hätte nicht mehr viel gefehlt, die gehirnzellen sind da.

ich leide nicht unter meiner behinderung, aber ich spüre das mein leben anders läuft, verglichen mit menschen meines alters, viel langsamer etc. jeden unsinn kann ich nicht mitmachen, und das tut manchmal sehr weh, aber ich habe es gelernt zu akzeptieren.

meinen 23. geburtstag feierte ich mit familie und einer freundin im centimeter. es war ein gelungener tag.

also bis bald,

francesca!!

19 Juli, 2008

ITS TIME TO SAY GOODBYE

hallo liebe leser,

seit 29.10. letzten jahres nehme ich persönliche assistenz am arbeitsplatz in anspruch.

in diesen 8 monaten hatte ich schon viele assis, die bei mir einen dienst machten, im bezug auf meinen beruf, ausbildung.

meine 1. stammassistentin claudia weindorfer war die längste zeit in meinem team beschäftigt.

am 03.12 07 bekam ich einen anruf von der wiener assistenzgenossenschaft, der stelle die meine assistenten zur verfügung stellt, dass ich selbstbestimmt leben kann, in allen lebensbereichen.

endlich hatte ich eine assistentin gefunden, die in meiner nähe wohnt und auch relativ flexibel ist.

so lud ich claudia zu einem casting ein. stellte meine lästigen boss-fragen, nach 25 min waren wir fertig.

meine gedanken: jung dynamisch die richtige power, mal gucken wie sich die junge lady entwickelt bei den diensten.

erste herausforferung für claudia: meine medien für mein referat am nächsten tag auflegen, am projektor.

hat alles prima geklappt, die kommunikation zwischen uns kundin und assi war spitze.

bei claudia spürte man die energie und die freude am arbeiten.

nun muss ich leider abschied nehmen von claudia, bzw. habe es schon gemacht im rahmen ihres letzten dienstes donnerstag mittag.

sie wird ab 28 juli bis ende jänner in neuseeland sein, um ein soziales jahr zu machen.

ich auf jedenfall sage danke für den einsatz und die power.

wünsche alles gute und hoffe, dass das auslandsjahr dazu beiträgt, dass claudia ihre berufung zur dipl. sozialarbeiterin verwirklichen kann.

ich freue mich schon jetzt auf den nächsten dienst mit claudia, falls mein team im winter für freizeit und beruf nicht schon komplett ist.

liebe grüße, francesca!

11 Juli, 2008

ECDL COMPUTERFIEBER


hallo liebe leser,

nach langer zeit habe ich wieder luft und ich kann etwas posten. nach meinem 6-wöchigen praktikum im bundessozialamt wien, musste ich wieder in die berufspraktische qualifizierung für bürokräfte am BBRZ wien zurück, weil es dort im amt keinen job gab. der kurs dauert 24 wochen seit 31.03.2008, also bis mitte september. seit 6 wochen plage ich mich mit dem ECDL EUROPÄISCHER COMPUTERFÜHRERSCHEIN!! das modul 3 word, ein textverarbeitungsprogramm habe ich vorgestern mit 86% bestanden juhu nach 42 tagen plagen. die tests sind in multiple choice form aufgebaut also eine antwort stimmt nur. nun kommt das modul 4 ecxel tebellenkalulation dran. naja ein bisschen angst habe ich schon, da es viel schwieriger als word ist, obwohl die menüs fast gleich sind. naja ich hoffe ich schaffe es!! also drückt mal fest die daumen.

bis bald, liebe grüße, francesca!!

14 Mai, 2008

erste unsichere schritte ins reale arbeitsleben

hi liebe leser!


man glaubt es kaum, aber ich habe ein kleines ziel erreicht, in meinem leben nach ungefähr 20 bewerbungen in 2 monaten.

ja ich bin seit 21.04.08 praktikantin im kaufm. sozialen bereich. juhu ein wunsch ist in erfüllung gegangen.

am 17.03. 2008 fand mein vorstellungsgespräch statt im amt für soziales und behinderungen.

für die dauer von 4 wochen bin ich die kleine nette praktikantin.

zu meinem aufgabengebiet zählt das ausstellen der behindertenpässe für die menschen über 65 jahre, sprich omis und opis betreuen, vom schreibtisch aus. das meiste ist EDV-Eingabe von akten. kurz gesagt, ich ersetze referenten, die auf urlaub sind in sachen behindertenpässe und die dazugehörigen papiere.

ich würde mich als befundschnüfflerin bezeichnen, da ich in den letzten wochen sehr viel medizinisches gelernt habe, viele begriffe.

die ersten 1,5 wochen waren echt schlimm, weil ich den arbeitsvorgang nicht kannte, und das benützen der schriftstücke überhaupt nicht checkte, warum ich jetzt dieses schriftstück ausfüllen muss.

aber auch das ist vorbei, ich bin eingeschult worden und meiner aufgaben bin ich mir sicher.

aber wir sprechen vom amt, der parteienverkehr spielt eine wesentliche rolle. ich fürchte mich nicht vor älteren menschen, ich mag sie, klopfen an die tür, manche verhalten, manche grantig schwer hörend, oder gar verzweifelt. meine aufgabe geduldig sein sozial offen da sein, und genau zuhören, manchmal 3x fragen, haben sie noch fragen, weil er mich nicht hört, ja so ist das, manchmal denke ich mensch, dass du noch aufrecht stehst, schenke der partei ein lächeln und wünsche alles gute.

manchmal bin ich richtig erschöpft, wenn ich einen akt bei seite lege, für mich ist das akten bearbeiten wie bei einem rollenspiel, die partei hat chronische colitis, darmentzündung der andere fordert mich, weil er schon 3x bandscheiben operieren war. naja aber ich muss unserem ärzteteam alles vorbereiten, damit er weiß, heute kommt herr kummer zur einschätzung für den behindertenpass.

abschließend möchte ich sagen, ich liebe mein praktikum und die tätigkeit, denn ich muss für einen menschen, das geben, was er von mir braucht ein dokument einen pass.

die kollegen bemühmen sich erklären mir was wenn ich was nicht checke, nehmen sich zeit, wo findet man das heute noch??

ohne mein assistenzteam meine lochenden und heftenden hände, könnte ich das praktikum nicht absolvieren, ihr macht mir dinge möglich, von dennen ich immer als kind träumte, von medizin mensch und sozialsein. ein großes dankeschön an alle, die mit mir arbeiten und noch arbeiten werden, bis ende des praktikums behinderung bekommt einen anderen blickwinkel durch persönliche assistenz, ich bin bürogehilfin.DANKE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

mit diesem eintrag möchte ich anderen menschen aufzeigen, was alles möglich ist auch wenn ich behindert bin. kämpft für euer recht, denn nur so zeigt ihr, wer ihr seid!!

ziele lassen sich verwirklichen, du braucchst nur power stärke und mittel, die dir helfen es umzusetzen!!

PA MACHT ES MÖGLICH!!

IN DIESEM SINNE,

ALLES GUTE an alle, die noch viel vorhaben!!

francesca!!

24 März, 2008

FROHE OSTERN




LIEBE LESER!!

ICH WÜNSCHE EUCH ALLEN EIN FROHES UND GESEGNETES OSTERFEST!!

GENIEßT NOCH EINEN SCHÖNEN OSTERMONTAG!!!!

EURE FRANCESCA!!!

09 März, 2008

NEWS VOM JÄNNER 2008

hallo leute,

hier kommen die news vom Jänner 2008 in chronologischer Reihenfolge:


  • 01. 01.08 : Neujahrstag= faulenzertag im hause cafaro.
  • 02.01.08: Besuch einer ex-Ausbildungskollegin.
  • 03.01.08: Bekannte aus der Pfarre besuchen, zu Kaffee und Kuchen.
  • 05.01.08: Geburtstagsfeier einer Bekannte aus der Jugendkirche Wien.
  • 06.01.08: Come to stay Jugendmesse in der Jugendkirche Wien: thema: Sternstunde. (wegen dem 3 königstag.)
  • 07.01.08-25.01.08 Besuch des Kurses Arbeitstraining im BBRZ-Wien. (den letzten Rest fertigmachen:-))
  • 09.01.08: DEKX-CAFE immer am ersten Mittwoch im Monat.
  • 10.01.08 Cinema meets church Kinoabend in der Jugendkirche Wien. Film: Fickende Fische. Nachtrag zum Film wird noch online gestellt.
  • 11.01. + 12.01. 08 : Besuch des Workshops PA. siehe post: Workshop zum Thema Persönliche Assistenz.
  • 13.01.08: Come to stay Jugendmesse in der Jugendkirche Wien: thema: Gott verleiht Flügel. (Wünsche fürs Neue Jahr aufschreiben.)
  • 14.01.08: Kinomontag der Malteser. Film: Verwünscht (Abklatsch von Dornröschen), der ur Käse.
  • 19.01.08: Besuch der Monatsmesse der Malteser in der Pfarre St. Rochus.
  • 20.01.08: Find Fight Follow Jugendmesse der Katholischen Jugend in NÖ Eibesthal, im Bez. Mistelbach- thema: na typisch. Nachtrag folgt.
  • 22.01.08: Referat über das Stift St. Florian, im Rahmen des Kurses.
  • Besprechung in der Jugendkirche Wien für Come to stay Messe am 03.02.08: thema: WHO IS WHO? siehe gleichnamigen post.
  • 25.01.08: Ende des Kurses Arbeitstraining im BBRZ Wien.
  • 26.01.08: 5 Jahresparty für Find Fight Follow (JUGENDGOTTESDIENSTE DER KATHOLISCHEN JUGEND)im Don Bosco Haus Wien.
  • 27.01.08:Come to stay Jugendmesse in der Jugendkirche Wien: thema: Berufen zu vertrauen.
  • 29.01.08: Beratungsgespräch in der WAG (Wiener Assistenzgenossenschaft) für Persönliche Assssistenz.
  • 29.01.08: 1. Besuch des Aktionsbündnisses zum Thema Pflegegelderzänzungsleistung für Persönliche Assistenz in der WAG. Veranstaltet von Bizeps und Zentrum f. Kompetenzen. (PEER BERATUNGSSTELLEN)
Tage, die nicht angeführt sind, an diesen geschah nichts Aufregendes.

Soweit meine news vom Jänner 2008, zu den einzelnen Aktivitäten folgen noch Nachträge, ich bitte um etwas Geduld!!


also bis bald im Netz,

Alles Liebe Francesca!!

24 Februar, 2008

WHO IS WHO COME TO STAY 03.02.08


hallo leute,

am 03.02.08 fand wieder ein jugendgottesdienst zum thema who is who? statt.

an diesem faschingssonntag stellten wir uns die frage wer würde ich gerne sein, was würde ich gerne in der rolle machen?? oft haben wir wünsche vorstellungen, die eine verkehrte welt passen.

wir spielten dazu das spiel wer bin ich?? 10 fragen, publikum antwortet mit ja oder nein.

bei der messe ging es darum sich selbst zu finden, wo stehe ich etc. wer bin ich??

näheres dazu und fotos auf www.jugendkirche.at!!

also bis bald, in der jugendkirche!!

francesca!!

21 Februar, 2008

Neues über Persönliche Assistenz

hallo leute,

i
n den letzten tagen habe ich wieder einiges zum thema Persönliche assistenz erfahren,im rahmen des aktionsbündinisses dienstag,19.02.2008, veranstaltet von der WAG. siehe oben stehende homepage.

das habe ich gerade im netz entdeckt:


Ab April 2008 wird es in Wien eine neue Leistung für Persönliche Assistenz geben.

DIE PFLEGEGELDERGÄNZUNGSLEISTUNG

Aktuelle Informationen über

• diese Leistung
• die Vorraussetzungen
• die Förderung und die Kosten sowie
• die Antragstellung

finden Sie auf der Web-Site des FSW http://behinderung.fsw.at/unterstuetzung_im_alltag/pflegegeldergaenzungsleistung.html

soweit meine aktuellen news zum thema persönliche assistenz.


wenn ihr menschen kennt, die mit persönlicher assistenz leben oder auch in zukunft leben wollen, bitte ich euch für meinen blog kräftig werbung zu machen. ich stelle jede neue inforrmation online zum thema persönliche Assistenz.

liebe grüße, francesca!!






26 Jänner, 2008

STEP BY STEP

hallo leute!!

ich habe gerade untenstehenden artikel gefunden, den ich gerne online stellen möchte. schön langsam aber sicher tut unsere politik auch was für behinderte bürger/innen. Persönliche assistenz wird bekannt!! wir sind am richtigen weg!!

eure francesca!!




Text: GRÜNE ·24. Jänner 2008 23:44 Uhr

Rechtsanspruch auf persönliche Assistenz von Menschen mit Behinderungen auf Bundesebene

Die Sprecherin der Grünen für Menschen mit Behinderungen, Theresia Haidlmayr, hat sich für einen Rechtsanspruch auf persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderungen ausgesprochen.

Bild: Theresia Haidlmayr. Bildquelle: Markus Ladstätter

Der Unterschied zu Hilfsangeboten wie z. B. sozialen Diensten bestünde darin, dass bei der Assistenz die Initiative vom Behinderten ausgehen würde, so Haidlmayr bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Viele Menschen mit Behinderungen würden keine Pflege benötigen, sondern persönliche Assistenz: "Der mobile Pflegedienst sagt mir, was er tun kann. Bei persönlicher Assistenz sage ich, welche Arbeiten erledigt gehören: Gib mir zwei Löffel Salz ins Gulasch - und wenn das zu viel war, dann bin ich dafür selbst verantwortlich", so Haidlmayr. Die "Fachqualifikation" habe der persönliche Assistent durch "meine eigene Einschulung bekommen."

Assistenzsicherungsgesetz

In Schweden gebe es bereits seit Jahren ein Assistenzsicherungsgesetz. In Österreich sei Assistenz am Arbeitsplatz bundeseinheitlich geregelt und würde aus dem Budget und dem Ausgleichstaxfonds finanziert - persönliche Assistenz für andere Lebensbereiche sei Ländersache. Das führe zu unterschiedliche Regelungen in Österreich und es gebe auch keinen Rechtsanspruch, erklärte Haidlmayr.

In einigen Bundesländern wie z. B. Wien, Oberösterreich und der Steiermark seien Assistenzgenossenschaften gegründet worden: "Wir brauchen den Aufbau von Assistenzgenossenschaften in ganz Österreich." In Wien soll nach zweijährigem Modellversuch ab 1. April die sogenannte Pflegegeldergänzungsleistung in Kraft treten - diese gelte allerdings nur mit Einschränkungen, sagte Haidlmayr.

Kompetenzen für Pfleger ausweiten

Wie viele Menschen eine gesetzliche Verankerung von persönlicher Assistenz für Behinderte betreffen würde, sei ungewiss wegen der "unsichtbaren Behinderten, die jetzt nicht aus der Wohnung kommen und keinen sozialen Kontakt haben", erklärte die Sprecherin. In der 24-Stunden-Pflege müssten die Kompetenzen für Pfleger ausgeweitet werden: "Die Person darf die Tabletten herrichten, aber nicht geben. Das ist ein Witz."

"Freikaufen" von Einstellungspflicht abschaffen

Auch am Arbeitsplatz sei die Situation für Menschen mit Behinderung nicht besser geworden: Das "Freikaufen" von der Einstellungspflicht von Menschen mit Behinderungen müsse abgeschafft werden, forderte Haidlmayr.

24 Jänner, 2008

EINE PERSON, die mir aus der Seele spricht!!

Text: ÖVP ·24. Jänner 2008 14:36 Uhr

Huainigg: Persönliche Assistenten sind keine Menschen von der Straße!

Anleitung, Überprüfung der Fertigkeiten und begleitende Qualitätskontrolle machen den Unterschied

Bild: Franz-Joseph Huainigg. Bildquelle: Markus Ladstätter

ÖVP-Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg nimmt Stellung zur Aussage der Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes Ursula Frohner, dass Pflegetätigkeiten nicht durch eingeschulte AssistentInnen durchgeführt werden dürfen, sondern Fachkräften und pflegenden Angehörigen vorbehalten sind: "Das Kathetherisieren oder Absaugen meiner Atemkanüle überlasse ich sicherlich nicht irgendwelchen Leuten von der Straße", so Huainigg heute, Donnerstag, über seine Lebenssituation mit Persönlichen AssistentInnen. Der Sprecher für Menschen mit Behinderung im ÖVP-Parlamentsklub fordert Rahmenbedingungen wie eine fachliche Anleitung und Begleitung sowie eine Überprüfung der Fertigkeiten der persönlichen AssistentInnen.

"Berufsständische Überlegungen dürfen nicht über den Interessen pflegebedürftiger Menschen stehen. Was pflegenden Angehörigen zugetraut wird, sollten auch Persönliche Assistentinnen oder Betreuer/innen machen dürfen", erklärte Huainigg und ergänzte: "Wir müssen lernen, zwischen abstrakten Kompetenzen und jenen, die für eine ganz bestimmte Person erworben werden müssen, zu unterscheiden."

Dass es berufsständische Interessen sind, die eine flexiblere Handhabung der Pflegetätigkeiten verhindern, steht für Huainigg fest: "Dies ist schon aus der Tatsache ersichtlich, dass sogar auch pflegende Angehörige nur dann medizinnahe Tätigkeiten ausführen dürfen, solange sie dafür nicht bezahlt werden."

Er fordert ein Modell der "Zertifizierten Assistenz". Dieses soll Betreuungskräften oder persönlichen Assistentinnen ermöglichen, auf die individuellen Bedürfnisse der zu pflegenden Person durch Fachkräfte eingeschult und begleitet zu werden. "Ein solches Modell würde eine flexible Pflegeleistung auf qualitativ hohem Niveau sichern."

Frohners Forderung, Pflegetätigkeiten ausschließlich in der Hand von Fachkräften zu belassen, kann Huainigg nicht nachvollziehen: "In meinem Fall würde das bedeuten, dass rund um die Uhr eine Intensivkrankenschwester zur Verfügung stehen müsste - für den Fall, dass die Atemkanüle meines Beatmungsgerätes irgendwann einmal verstopft. Abgesehen davon, dass sich die diplomierte Fachkraft in der Wartezeit langweilen würde und sie nicht notwendige Tätigkeiten wie ein Diktat abtippen, einen Geschirrspüler ausräumen oder Essen zubereiten übernehmen würde, wäre der finanzielle Aufwand dafür enorm, nicht gerechtfertigt und nicht sinnvoll."

"Das von mir vorgeschlagene Modell stellt fachkundige Anleitung, Überprüfung der Fähigkeiten und Qualitätskontrolle in den Mittelpunkt", sagte Huainigg und erläuterte die Grundprinzipien "zertifizierter Assistenz": Diese soll Betreuer/innen und AssistentInnen ermöglichen, punktuelle Pflegetätigkeiten auszuüben, die auf die individuellen Bedürfnisse des Betroffenen abgestimmt sind. Ein zentraler Aspekt dabei ist, dass die Betreuer/innen von Fachkräften eingeschult werden und ihre Fähigkeiten einer regelmäßigen Begleitung unterworfen sind. Ihre Berechtigung, die Pflegetätigkeit auszuüben, erlischt mit Ende der Betreuung einer behinderten Person."

"Letztlich geht es um die Würde des Einzelnen. Ein Leben zuhause, in gewohnter Umgebung

muss auch für Menschen mit komplexer Behinderung möglich sein", so Huainigg abschließend.


mein persönlicher Senf zu dem ARTIKEL: PFLEGEKRÄFTE ERSETZEN NIE EINEN PERSÖNLICHEN ASSISTENTEN!! DENN NUR PERSÖNLICHE ASSISTENZ ERMÖGLICHT EINEM BEHINDERTEN MENSCHEN EIN SEHR INDIVIDUELLES LEBEN IN ALLEN BEREICHEN: BERUF PRIVAT UND FREIZEIT!!

NICHT NUR ANGEHÖRIGE KÖNNEN PFLEGEN SONDERN AUCH ANDERE MENSCHEN, WENN ICH IHNEN ALS BEHINDERTE PERSON DIE ANLEITUNG ZUM PFLEGEN GEBE!!

MEIN GEDANKE, MEHR PERSÖNLICHE ASSISTENZ, STATT MOBILE
HAUSKRANKENPFLEGE!! DURCH PA KANN ICH BESTIMMEN WER WAS WANN MACHT AN MEINEM KÖRPER!!

PA STECKT NOCH IN DEN KINDERSCHUHEN, aber ich denke, wir sind am richtigen WEG!!

bis bald, liebe grüße, francesca!!

12 Jänner, 2008

PA WORKSHOP

hallo leute,


nach langer zeit komme ich wieder dazu etwas zu posten.

ich wünsche allen lesern wenn auch verspätet ein gutes neues jahr 2008.

ich möchte euch ein bisschen vom heutigen assistenzworkshop der wiener assistenzgenossenschaft berichten.

ich nehme seit oktober 2007 PAA (siehe letzter eintrag.in anspruch über die
wiener assistenzgenossenschaft.

als kunde der WAG bin ich verpflichtet ein seminar aus acht blöcken zu besuchen. nein ich mache es freiwillig, da mich die themen rund um PA alle interessieren.

das seminar trägt den titel managen will gelernt sein.

gestern und heute beschäftigten wir uns mit dem thema PA (persönliche assistenz), und privatsphäre im urlaub als liebende, in beziehungen etc..

ein wichtiger punkt war auch: umgang mit den konflikten, die mit deinem assis entstehen können.

  • wie sage ich meinem assistenten/in wenn ich mit ihm nicht zufrieden bin, weil er ständig zu spät kommt?
  • was mache ich wenn mein assis nicht meine arbeitsanweisung so ausführt, wie ich es als behinderte person benötige?
  • wie stelle ich meinen assis in der öffentlichkeit vor?
  • wie soll ich mit der assis umgehen, wenn ich ein date habe, und ich brauche sie, weil ich 24h betreuung brauche?
  • assis liebe und sex?? wo sage ich halt, das ist mein privatleben, finger weg. jetzt nicht.
vielleicht sollte ich mal erklären, was pers. assistenz ausmacht:

die PA ersetzt einen angehörigen eines behinderten menschen.

durch folgende aufgaben:

am arbeitsplatz, lochen heften abholen und hinbringen. Basic needs WC gehen essen eingeben (füttern) oder auch kommunikationshilfestellungen geben, durch telefonhörer halten.


in der freizeit: begleiten zu events.

im haushalt: kochen wohnung in ordnung halten, kinder beaufsichtigen, arztbesuche erledigen mit der kundin.

wie ihr seht umfasst PA alle lebensbereiche, und ich kann leben so wie ich es will.

was sollte eine PA mitbringen:

  • einfühlungsvermögen
  • soziales denken
  • seelische und körperliche belastbarkeit
  • hohes maß an hilfsbereitschaft
  • teamfähigkeit
  • rasches handeln nach anweisung des kunden
  • hohe kommunikationsbereitschaft
  • pünktlichkeit GANZ WICHTIG
  • gewohnt sein sich zurückzunehmen GANZ WICHTIG
die PA ist nur ausführungsorgan des kunden durch ihre Füße hände, augen oder auch sprache, z.b. bei blinden personen.

als arbeitgeber für die PA muss ich meine unterstützung klar definieren können. genaue anleitung geben. z.B: ich möchte bitte den tee mit strohhalm trinken, halte mir das glas.

ein PA hat nicht das recht zu sagen: wieso kannst du das nicht? ich muss mich als behinderter mensch nicht rechtfertigen, wieso genau da die assis benötigt wird.

die anleitungskompetenz bleibt bei mir, ich bestimme wann wo was genau geschieht.

so gibt man dem menschen die chance mit behinderung zu leben, egal wie schwer.
meine assis mussten ja auch ein casting über sich ergehen lassen, aber ich bin stolz auf meine braven assis mädels.

der workshop wurde von behinderten menschen geführt und ist zum austausch gedacht. die trainer kamen aus münchen. es basiert alles auf dem peer group system.

in 2 wochen folgt der nächste workshop.

berichte euch dann, wies war:-)

liebe grüße,

eure francesca!!