hallo meine lieben leser!!
es gibt wieder einige neuigkeiten, deshalb nehme ich mir die zeit, ein bisschen darüber zu berichten.
viele leute fragen mich, was machst du eigentlich den ganzen tag im kurs? welches sich arbeitstraining nennt *G*
ich möchte das stellenlisten reißen genauer unter die lupe nehmen.
seit 8 wochen macht meine gruppe und ich ein hausinternes praktikum im copy shop des BBRZ. 10 wochen gesamt.
am anfang dachte ich, oh gott, ich kann ja nicht kopieren. ich bin falsch hier. 2x durfte ich vorne im eingangsbereich die aufgaben einer empfangsdame übernehmen. ich war sehr zufrieden, da ich es ja liebe, mit menschen zu tun zu haben. trotzdem musste ich feststellen, meine motorik und behinderung hindern mich am schnellen arbeiten. außerdem bekamen wir große kopieraufträge für das haus. ich bin zu langsam!!
leider reagierte auch schon mein körper ziemlich heftig, auf das ständige lochen heften papier stapeln etc. mit starkem kribbeln in den händen. nervenbahnen sind überreizt. gott sei dank bin ich nicht so ein spastikertyp, der dann speibend aufs häusl rennt, bzw. fährt *G* ich dachte dann, halte durch, sei kein mimoserl. nebenbei musste ich mein offenes lächeln im gesicht haben, es kommen ja kunden von der straße.
schweren herzens, gab ich meine aufgabe ab. das tat höllisch weh, aber bitte. der körper siegte wieder mal.
keine zwei tage später, dienstag. stellenlistentag. schließlich blieben ja nicht mehr viele aufgaben über!!
stellenlisten werden di und do im ganzen bbrz verteilt. sie dienen zur jobsuche, für wiener niederösterreicher und burgenländer. die listen sind in 18 verschiedenen kartons verpackt und werden vom jeweiligen copy shop team gerissen.
2 starke kollegen müssen die kartons auf ein wagerl verladen und in unseren raum bringen. stellenlisten bestehen aus endlospapier. die kartons werden nummeriert, und aufgestellt.
nun beginnt der reißzirkus *G* ich schreie nur mehr gib mir einen karton, hinter mir ein kollege mit schere wegen dem aufschneiden. neben mir liegt ein zettel, von ams-eisenstadt -berufe-land und fortstwirtschaft (1-26) ich reiße immer ams eisenstadt bis zur seite 11. dann kommt ams neusiedl bis zur seite 10 usw. je nach inhaltsverzeichnis.
ihr könnt mir glauben, es ist zwar eine saufade arbeit, aber sie erfordert konzentration, genauigkeit etc. nach dem 4. oder 5. karton stellt sich so eine art trance bei mir ein. ich höre nur mehr ratsch ratsch. manchmal brüllen meine kollegen, welche nummern hast du, ich 1-26 hauptliste (HL) okay nächster karton. in den 2 std. dieser arbeit, reden wir wenig im gruppenraum. nur manchmal brauchen wir radio energy, damit wir wieder aufwachen, aus unserer trance. die papiertürme, fetzen von kartons liegen rund um mich. mein rolli produziert schwarze streifen auf dem papier, welches am boden liegt.
10:30h arbeit erledigt. alle sind erschöpft. nun kann ich mich zurücklehnen. meine männlichen kollegen liefern aus.
meine reißleistungen steigerten sich schon. gestern beste leistung 8 kartons, auf grund von kollegenengpass.
ich bin schon froh, diese arbeit kennen lernen zu dürfen, auch wenn sie monoton ist. manchmal muss man auch arbeiten erledigen, die man nicht unbedingt machen will, weil man sich etwas anderes erwartet. aber man muss sein handicap akzeptieren, auch wenn es schwer fällt. vielleicht bekomme ich mal wieder die chance mit kunden zu arbeiten, ich würde mich freuen, wenn mal wieder weniger zu ist im empfang??
soweit meine news!!
liebe grüße,
schönes wochenende,
eure, francesca!!
21 September, 2007
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