12 September, 2007

HAUTNAH MITERLEBEN

hallo leute,

so endlich komme ich dazu, meinen ganz persönlichen walfahrtstag nach mariazell zu veröffentlichen.

wie ihr sicher alle wisst besuchte benedikt der XVI am letzten wochenende österreich.

seine stationen waren folgende: in wien, am hof, mariazell in der steiermark, 850 jahre basilika von mariazell, stift heiligenkreuz im südlichen niederösterreich, der stephansdom und das wiener konzerthaus.

wieso bin ich beim hl. vater fragen sich manche leser?

am 21. august flatterte ein brief der malteser in mein postkasterl. juhu, mein erster gedanke, reise zum papst. das musste man mir nicht zweimal sagen, so meldete ich mich gleich für die behindertenwalfahrt, welche von den maltesern organisiert wurde an.

freitag, 07.09.07

15h eigentlich sollte ich schon richtung lilienfeld (NÖ) unterwegs sein. im dortigen stift oder in der schule, besser gesagt in einem turnsaal sollte genächtigt werden. von dort in den frühen morgenstunden auf nach mariazell. dem war nicht so. aufgrund der witterung wurde lilienfeld zum katastrophengebiet erklärt. mein gedanke, super, ich bleib daheim, knurr!!

2 stunden später:

ersatzlösung: ich kann um 02:45 am samstag am börseplatz kommen, oder freitag abend zwischen 19h und 20h und in der bereichszentrale der wiener malteser nächtigen. ich entschied mich am börseplatz zu büseln, so ist kein stress!!

19:30 in der bereichszentrale herrscht reges treiben. ich sehe viele bekannte gesichter aus ganz österreich. eine ganze gruppe möchte zum papst. zur zeit sind wir nur wiener und burgenländer. die anderen bereiche wie salzburg tirol OÖ und steiermark treffen wir erst in mariazell.

die einsatzleiterinnen sind wie immer voll nett- unser hunger wird mit bestellten pizzen gestillt. schon jetzt entstehen fröhliche lockere gespräche.

21:30 nach der abendandacht werden die feldbetten aufgestellt. patienten werden versorgt. jeder patient bekommt einen malteser. ich bekomme franzi, eine nette lustige malteserin, die mich die nächsten 24h betreut.

22:30 endlich ruhe. schließlich müssen wir um 02:30 wieder auf, denn der bus nach mariazell fährt um 03:30 los. die nacht verläuft naja wie soll ich sagen laut, caotisch. ich komme mir vor wie beim heer, da ein geräusch dort eins dort schlafen was ist das??? ich denke im bus pennst eh!!

freitag: 08. 09.07

02:30
flott flott auf. die malteser arbeiten auf hochtouren, pflegen, organisieren- pflegekisten werden zum bus gebracht inkl. patienten.

03:30 wir tuckern mit 2 reisebussen richtung mariazell- draußen alles stockdunkel.

in st. pölten steigen die letzten pilger ein.

05:00 wir bekommen endlich unser erstes frühstück. ich bin noch so müde, mein kopf lehnt am busfenster, aber der magen brüllt typisch. ned mal büseln kann man. kipferl und tee lecker. mittlerweile befinden wir uns im hallental 90 min von mariazell entfernt. naja die kurven gefallen mir ned. denk ma glei, das frühstück bleibt aber drin bitte. vielleicht hilft ein schlaferl gegen meine übelkeit. ich schlafe nicht, jetzt wird rosenkranz gebetet. so kommt eine tolle unbeschreibliche walfahrtsstimmung auf, so wie es sich gehört *G*

06:30 ankunft, endlich mir ist schlecht von dem gekurve. raus an die luft.

07:00 wir begeben uns auf das festgelände, richtig basilika. ein frühstück im zelt istangesagt. ich treffe viele bekannte, freunde aus ganz österreich. jeder hat seine zählkarte um den hals als eintritt in die basilika.

08:00 -10:45 wir warten auf den hl. vater. als einstimmung wird gesungen und gebetet was ich persönlich via videowall mitverfolgen kann. vor der basilika stehen tausend jugendliche und pilger um zu beten zu singen, jubeln benedetto etc..

die messe kann ich nicht so beschreiben, das muss man hautnah miterlebt haben. die messe verfolgte ich via videowall, da sich benedikt vor der basilika befand. er ging zwar ganz kurz in die basilika, der moment war toll.

gegen 13h endete die feier.

13:30 -14:30 essen im zelt. das essen war unbeschreiblich künstlich und ungenießbar. mahlzeit*G*

15:30 abfahrt nach wien

17:45
ankunft in wien

prsönliche worte: es war eine wunderschöne pilgerreise bzw. pilgertag. ich war froh, dies erleben zu dürfen. es war ein tag mit viel positiven begegnungen, netten menschen und vorallem sehr kraftspendend.

bis bald, eure pilgerin,

francesca:):)!!